ueber das schuelerlabor

Mit dem Schülerobservatorium auf dem Dach des Wuppertaler Carl-Fuhlrott-Gymnasiums wurde im Oktober 2009 ein einzigartiges „Schülerlabor Astronomie“ eingeweiht, das möglichst vielen Kindern und Jugendlichen die Faszination der Astronomie und Astrophysik vermitteln und das naturwissenschaftliche Bildungsangebot der Region stärken soll. Europaweit wird damit erstmals versucht, eine Sternwarte als Bildungseinrichtung zu etablieren.

Das Schülerlabor Astronomie wird - außer von den Schülern des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums - auch von der Junior-Uni Wuppertal und der Bergischen Universität Wuppertal zu Ausbildungszwecken genutzt.

Hier Links auf zwei Artikel, die das Schülerlabor beschreiben:

Sterngucker gesucht: Physik Journal 9 (2010) Nr. 8/9 © 2010 Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim

unsere Broschüre zum Schülerlabor Astronomie 2013

 

 

OStD Karl W. Schröder
Schulleiter des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums

 

Als ich vor vielen Jahren die Beobachtung des Venustransits auf unserem Schulhof mitgemacht habe, die mein Kollege Michael Winkhaus mit seiner Astro-AG für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule angeboten hatte, konnte ich noch nicht ahnen, dass wir auf dem höchsten Flachdach unserer Schule einmal ein komplett eingerichtetes Schülerlabor Astronomie mit insgesamt sieben Beobachtungsstationen werden errichten können.

Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal und vor allem dank der hervorragenden Unterstützung seitens zahlreicher Stiftungen und Sponsoren ist es gelungen, hier eine Einrichtung zu verwirklichen, die es in dieser Form so noch gar nicht gibt. Das Schülerlabor Astronomie ist heute ein wichtiger Baustein für unseren naturwissenschaftlichen Unterricht und wird von Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen im Unterricht und auch zusätzlich in außerschulischen Angeboten (Junior-Uni, Universität) reichlich genutzt. Dass das Carl-Fuhlrott-Gymnasium zur MINT-Schule ernannt wurde, hängt neben den anderen mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunktsetzungen vor allem mit unserer Schülersternwarte zusammen, die auch überregional große Anerkennung gefunden hat.

Mich persönlich faszinieren vor allem immer wieder die zahlreichen Fach- und Projektarbeiten rund um die Astronomie, in denen die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen nachweisen, die einfach einzigartig sind. Die zahlreichen Preise und Anerkennungen bei Wettbewerben (Röntgen-Physikpreis, Jugend forscht) zeigen dies immer wieder.

OStD Karl W. Schröder

 

   
Prof. Dr. Johannes Grebe-Ellis
Fachbereich Physik und ihre Didaktik, Bergische Universität Wuppertal

"Die Universität hat die Sternwarte allen Schulen und Lehrern geöffnet."

Zwischen dem CFG-Schülerlabor Astronomie und der Arbeitsgruppe „Physik und ihre Didaktik“ an der Bergischen Universität Wuppertal hat sich in den vergangenen Jahren eine sehr erfreuliche und fruchtbare Zusammenarbeit entwickelt. Das Schülerlabor Astronomie ist fester Bestandteil der Bergischen Science Labs (BSL) der Universität und veranstaltet als Außenstelle des BSL-Physik astronomische Kurse für Schüler aller Jahrgangsstufen. Die Sternwarte kann von ganzen Schulklassen und Kursen für Beobachtungsabende oder astronomische Spezialveranstaltungen gebucht werden. Darüber hinaus sind auch freie Anmeldungen zu ausgewählten fortgeschrittenen Themen möglich. Eine besondere Bedeutung hat das Schülerlabor Astronomie in jüngster Zeit im Rahmen der Lehramtsausbildung für die Grundschule, für das Fach Physik (Sek I+II aller Schulformen) und als attraktive Lehrerfortbildungsstätte für die Physiklehrerinnen und Physiklehrer im Bergischen Land erlangt. Wir beobachten, dass astronomische Fragestellungen im Physikunterricht eine ausgesprochen motivierende Wirkung auf Schülerinnen und Schüler haben, und setzen sowohl in der Lehrerausbildung als auch in Fortbildungen darauf, solche Fragestellungen kompetent einsetzen zu können.

Das Schülerlabor Astronomie bietet uns genau dazu eine besonders nachhaltige Möglichkeit, und erste Erfolge sind deutlich sichtbar: Schülerinnen und Schüler , die während ihrer Schulzeit Kurse und Projekte an der Sternwarte durchgeführt haben, wählen als Studienfach bevorzugt Physik und verwandte naturwissenschaftlich-technische Fächer. Sie sind fachmethodisch und inhaltlich bestens auf das Studium vorbereitet und erreichen hier an der Universität hervorragende Abschlüsse.

Prof. Dr. Johannes Grebe-Ellis

 

     
Prof. Dr. h.c. Ernst-Andreas Ziegler
Initiator und Geschäftsführer der
Wuppertaler Junior-Uni

 

 

"Ideale Partner: CFG, Schulsternwarte und Junior Uni"

Wer sich näher mit der Geschichte von Wuppertal, seiner einst selbständigen und noch heute selbstbewussten Stadtteile (wie beispielsweise Cronenberg) und des Bergischen Landes beschäftigt, empfindet trotz auch dunkelster Kapitel (wie Kinderarbeit oder Nazi-Terror) allergrößten Respekt: Vor Bürgersinn, Forschergeist, Wissensdurst, Unternehmermut, Facharbeiterkompetenz, engagierten Pädagogen, Gemeinwohlorientierung und Mäzenatentum speziell im Bereich Kultur und Soziales.
Das bedeutet: Alles, was Stadt und Region groß und erfolgreich gemacht hat, haben sich die Menschen vor Ort nämlich selbst erarbeitet - ohne Segnungen vonseiten weltlicher oder kirchlicher Fürsten. Das Motto lautete überall in dieser Region und zu allen Zeiten: "Mut zur Zukunft! Wir packen es!". Vor diesem Hintergrund erklärt sich der erstaunliche Erfolg von Projekten und Initiativen, die ganz oder zum entscheidenden Teil mit privatem Geld aufgebaut wurden und die auch deshalb bundesweit Anerkennung gefunden haben, weil sie anderswo so (noch) nicht möglich wurden.
Dazu zählen in Wuppertal unter anderem die "Station Natur und Umwelt", der Trägerverein Immanuelskirche, die Nordbahn-Trassen-Bewegung, der Verein für das Kinder-Hospiz, die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land und eben auch die deutschlandweit einzigartige CFG-Schulsternwarte, die im Zusammenwirken von Stadt (Gebäudemanagement), Schulaufsicht und privaten Sponsoren realisiert wurde. Persönlich festzumachen ist diese CFG-Erfolgsgeschichte an dem fast tollkühn zu nennenden Visionär und Kümmerer Michael Winkhaus und dem führungsstarken und risikobereiten Schulleiter Karl W. Schröder, der den Freiraum gab und den Rücken freihielt. Respekt und Anerkennung!
Seit Jahren sind die Sternwarte des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums und die Junior Uni, die dem CFG-Schulleiter, seiner Stellvertreterin Frau Dr. Wissemann-Hartmann, weiteren Lehrkräften und vielen Dozenten-Schülern seit ihrem Start große Unterstützung verdankt, bewährte, vertraute, kreative und engagierte Kooperationspartner. Der Sternwarten-Gründer und Physiklehrer Michael Winkhaus und der an der CFG-Sternwarte lehrende Pädagoge und Astronomie-Fotograf Bernd Koch haben mit Kursen, Vorlesungen und Vorträgen an der Junior Uni und praktischer Himmelsbeobachtung auf dem Schuldach Hunderte wissbegierige Junior-Uni-Studenten begeistert. Bestechend an der Zusammenarbeit ist vor allem, dass über die astronomischen Kurse an der Junior-Uni wirklich jedes Kind im Bergischen Land die Möglichkeit hat, die Sternwarte und damit die Faszination der Astronomie kennenzulernen.
Alle Kinder können sich ganz unabhängig von ihrer Schule selber für astronomische Kurse anmelden.
Sobald der Neubau der Junior Uni Ende des Jahres bezogen ist - ebenfalls eine bürgerliche Großtat, weil ausschließlich privat und ohne Steuermittel finanziert -, hofft das Team der Junior Uni die so vorbildliche und erfolgreiche Kooperation mit dem CFG und seiner Sternwarte noch weiter auszubauen. Auch das unter dem Motto: "Mut zur Zukunft. Die einzige Chance, die Stadt und Region haben, ist oberste Priorität bei Investitionen in Bildung."


Prof. Dr. h.c. Ernst-Andreas Ziegler und das Team der Junior Uni

 

 

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